Regensburg im Winter
Regensburg im Winter

Hier sehen Sie die ersten Bilder die ich Ihnen von Regensburg zeigen möchte.
Wundern Sie sich nicht wo der ganze Schnee herkommt, aber die Aufnahmen sind schon etwas älter.
Doch ich denke ohne Schnee sind Winteraufnahmen nur halb so schön.
Dom Bruckmandl auf der Steinernen Brücke
Zuallererst natürlich das höchste Bauwerk der Stadt, der Regensburger Dom St. Peter.
Er entstand im 13. Jahrhundert.
Seine Bauzeit betrug ca. 250 Jahre.


Auf dem rechten Bild sehen Sie das sogenannte Bruckmandl. Es blickt auf die Türme des Doms.

Eine Sage erzählt von einem Wettstreit zwischen dem Dombaumeister und dem Erbauer der Steinernen Brücke.
Es wird berichtet dass der Brückenbaumeister sich mit dem Teufel verbündete damit er seine Brücke schneller fertig stellen konnte als der Dombaumeister. Der Teufel wollte dafür als Lohn die 3 Seelen derjenigen die als erstes über die Brücke gehen würden.
Der Brückenbaumeister gewann die wette, doch als dann der Tag der Eröffnung herangekommen war bekam er Gewissensbisse. Deshalb ersann er eine List und schickte vor den Ratsherren, welche die Brücke als erstes überschreiten sollten einen Hahn, eine Henne und einen Pudel über das Bauwerk. Der Teufel war darüber so erzürnt daß er das Bauwerk zum Einsturz bringen wollte. Er fuhr unter die Brücke und versuchte mit seinem Rücken den ersten Bogen zu sprengen, was ihm aber nicht gelang. Lediglich eine Erhöhung in der Fahrbahn zeugt heute noch von der Wut des betrogenen Teufels.
Eine Steinplatte in der Mitte der Brücke zeigt einen Hahn und eine Henne und ein Abbild des Brückenbaumeisters der auf seiner Brücke sitzt und zum Dom hinüber blickt erinnern an den Wettstreit.

Brückturm und Salzstadel Steinerne Brücke mit Brückturm und Salzstadel
Wie Sie sich denken können ist die Geschichte vom Teufel nur eine Legende. Die Brücke ist viel älter als der gotische Dom und die beiden Erbauer sind sich nie begegnet. Begonnen wurde der Bau 1135 und es soll 11 Jahre gedauert haben bis sie fertig wurde. Während des Mittelalters war sie der einzige feste Übergang über die Donau zwischen Ulm und Wien.

Auf den beiden Bilder oben können Sie einen roten Turm, den Brückturm erkennen. Er ist der letzte erhaltene Turm von dreien die einst auf der Brücke standen. Bis 1784 stand in der Mitte der Brücke als Schutz vor den Wörthern (das waren die Leute die auf der anderen Seite der Donau lebten) noch ein Turm. Er wurde jedoch durch einen Einsstoß im Winter so stark beschädigt dass er abgetragen werden musste. Am anderen Ende der Brücke stand der dritte Turm, der sogenannte schwarze Turm, hier wurden die Menschen die in die Stadt wollten kontrolliert. Er wurde 1810 abgetragen nachdem er durch die Truppen Napoleons stark beschädigt wurde.

Eisstoß im Winter

Wenn Sie den Text oben gelesen haben sind Sie vielleicht über das Wort "Eisstoß" gestolpert. Auf dem Bild hier sehen Sie was es damit auf sich hat. Bevor das Wehr im Westen der Stadt gebaut wurde fror der Fluss in kalten Wintern regelmäßig zu. Manchmal war es sogar möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad über den Fluss zu spazieren, was damals bei Vielen ein beliebter Zeitvertreib im Winter war. Wenn im Frühjahr dann das Tauwetter einsetzte brach die Eisdecke unter krachen und lautem Getöse und die Eisschollen türmten sich dann oft meterhoch auf zum sogenannten Eisstoß. Im Winter 1784 schob sich dieser Eisstoß auch über die Steinerne Brücke und beschädigte dabei den Mittelturm so stark, dass er abgetragen werden musste.

Historische Wurstküche

Zum Schluss sehen Sie noch die wohl älteste und berühmteste Würstelbude der Welt, die Historische Wurstküche. Sie finden sie gleich neben der Steinernen Brücke.
Sie war im Ursprung wohl das "Baubüro" der Steinernen Brücke von 1135 - 1146.
Später wurde sie dann Garküche für die Hafenarbeiter, denn an der Steinernen Brücke war der Umschlagplatz für die Waren die aus aller Welt bezogen oder in die Welt geschickt wurden.
Irgendwann wurde der Kessel für das Sudfleisch dann vom Rost für die berühmten Bratwürste ersetzt. Angeblich kamen sie ursprünglich aus Nürnberg, deshalb gibt es auch heute noch einen Streit zwischen Nürnberg und Regensburg wer wohl die älteste Wurstküche zu bieten hat (er ist jedoch nicht so ernst zu nehmen).
Hochwasser an der Donau
Zu den Bratwürsten gibt es Sauerkraut, die berühmten "Schwarzer Kipferl" und den süßen Hendlmeier Senf (wo es diese kulinarischen Besonderheiten gibt erzähle ich Ihnen einmal an anderer Stelle) und eine halbe Bier.
Kommen Sie nach Regensburg und sind Sie in der Nähe der Steinernen Brücke, dann gehen Sie immer nur Ihrer Nase nach. Der Duft der Bratwürste führt Sie dann zielsicher zur Wurstküche.
Passen Sie jedoch auf, denn manchmal können Sie sich dabei nasse Füße holen, denn zu den Besuchern aus aller Welt gesellt sich manchmal eine Nachbarin der Wurstküche, die Donau. Ab und an möchte auch sie von den Würsten probieren und einen Schluck Bier abbekommen, dann tritt sie über die Ufer und besucht das kleine Häuschen dass sich an die Reste der Regensburger Stadtmauer schmiegt.
Wenn Sie einmal in der Wurstküche Ihre Bratwürste verzehren, betrachten Sie die Wände genauer. Dort sind Markierungen vom Besuch der alten Dame angebracht. Die denkwürdigsten Hochwasserstände sind dort verewigt.
historische Aufnahme aus der Wurstkuchl

Anschrift:
Historische Wurstküche
Thundorferstraße 3
93047 Regensburg
Tel. 0941/59098/99
Fax. 0941/57105

Öffnungszeiten:
Täglich 8:00 - 19:00 Uhr
Kein Ruhetag !
Regensburg Isidor

Das war nun die erste Exkursion durch meine Stadt, ich hoffe Sie hat Ihnen Spaß gemacht.
Es kommt immer wieder Neues hinzu und es lohnt sich deshalb ab und zu wieder im Album zu blättern.
Sollten sich Fehler eingeschlichen haben bitte ich dies zu entschuldigen. 
Über Fragen, Anregungen und Vorschläge freue ich mich sehr.
Haben Sie ein schönes Bild, eine nette Geschichte oder einen kulinarischen Tipp von und über Regensburg? Schicken Sie ihn mir und vielleicht finden Sie sich und Ihren Beitrag auf dieser Seite wieder.
Eine eigene Homepage über mein Regensburg ist in Arbeit und wird hoffentlich im Laufe des Jahres ins Netz gehen.
Dann werden Sie noch viel mehr über Regensburg erfahren.
Bis dann verbleibe ich Ihr Rabe Isidor